Handwerkskunst – Die Renaissance der Manufakturen

In fast allen Bereichen des Lebens können wir eine Rückbesinnung auf alte Werte beobachten. Modestile werden nach 30 Jahren wieder aufgegriffen, nach dem Vormarsch von CD und MP3 hält der Plattenspieler erneut Einzug in die Zimmer junger Menschen. Verlorengeglaubte und – verglichen mit heutigen Standards – rückschrittliche Technologien finden unter der neuen Generation zahlreiche Abnehmer. Wir mögen, was eine besondere Aura hat und eine Geschichte erzählt. Einzigartige Stücke, Individuelles und Selbstgemachtes – wir mögen das Besondere.

Neben dem DIY-Trend, der in eigener Handarbeit erzeugte, einzigartige Produkte verspricht, hat auch das Handwerk in den letzten Jahren einen Aufschwung erfahren. Der Begriff Manufaktur – der vom lateinischen manus ‚Hand‘ und facere ‚erbauen‘ stammt – wird geläufig mit hoher Qualität, Luxusgegenständen und Exklusivität verbunden. Kein Wunder also, dass viele Betriebe die Renaissance des Begriffs nutzen und sich diesen Titel aneignen. Inzwischen wird ihre Zahl hierzulande auf etwa 1.000 geschätzt. Premiumkollektionen aus besonderen Materialien und individuelle Produktionsaspekte wie Gravuren und Prägungen sprechen eine immer größere Masse an Kunden an. Die Manufakturen leben von diesen Menschen, die das Handwerk schätzen und auf ihr Qualitätsversprechen vertrauen.

Auch wir von Blume PR konnten bereits bei Werksbesichtigungen unserer Kunden Caran d’Ache und ercol die Kunstfertigkeit des Manufaktur-Handwerks bewundern und sind immer wieder begeistert. Zu sehen, wie die Lehne eines Stuhls von Hand gebogen wird verändert den Blick auf das fertige Produkt und erzeugt definitiv ein höheres Maß an Wertschätzung.

Tatsächlich ging es bei der Entstehung der ersten Manufakturen im 18. Jahrhundert vorrangig um den Wandel hin zur seriellen Herstellungsweise und der damit verbundenen Produktionssteigerung. Die Zergliederung in einzelne Arbeitsschritte, die von Spezialisten ihres Fachs durchgeführt wurden, versprach zwar eine hohe Qualität, ebnete aber auch den Weg zur Fabrik und damit zum Verfall der Handwerkskunst.

Heute ist der romantische Manufaktur-Mythos in ganz Europa wieder zu einem Hoffnungsbegriff geworden, der Ausdruck von Qualitätshandwerk, Expertise und Authentizität ist.

 

 

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