Kleine Welten – große Wirkung

Willard Wigan - Rotkäppchen

Sie sind so klein, dass sie in ein Nadelöhr passen: Die Miniatur-Skulpturen des Londoner Bildhauers Willard Wigan entfalten erst bei genauem Hinschauen ihre ganze Wirkung. Und diese ist so enorm, dass seine Ausstellung im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe verlängert wird. Bis Ende Juni 2014 kann man die gerade mal 0,05 mm großen Kunstwerke dort unter dem Mikroskop bewundern. Zur Herstellung dieser kleinen Kunstwerke ist echte Handwerkskunst gefragt. Wigan hat gelernt, seinen Puls zu kontrollieren und nutzt die Pausen zwischen zwei Herzschlägen für besonders detailreiche Arbeiten. Hergestellt werden die „Microsculptures“ aus Nylon- oder Teppichfasern, Gold sowie Teilen von Kabelbindern. Auch beim Werkzeug ist Wigan erfinderisch und hat eigens für seine Kunst Nadeln mit Spitzen aus Diamantsplittern hergestellt. Als Pinsel dienen die besonders zarten Wimpern am äußeren Lidrand. Schon immer hat sich Willard Wigan für kleine Welten interessiert, baute als Kind kleine Häuser für Ameisen, bis er auf die Idee für die Mini-Skulpturen kam. Eine gute Idee und lukrativ dazu, denn seine kleinen Kunstwerke erzielen bisweilen astronomische Preise auf dem Kunstmarkt.

 

Kleine Welten: Mikroskulpturen von Willard Wigan

8. Dezember 2013 bis 29. Juni 2014

 

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag: 10-18 Uhr

Donnerstag: 10-21 Uhr

 

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