Salone del Mobile 2018: Linnut von Magis & Iittala & Oiva Toikka

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„Als wir nach neuen Werkstoffen forschten, die für das Rotationsverfahren geeignet sind, stießen wir auf Polykarbonat und erkannten, dass praktisch kein italienischer Hersteller das Material für diesen Formungsprozess nutzt“, erklärt Enrico Perin, Leiter der Entwicklungsabteilung von Magis. Sehr erstaunlich, wenn man bedenkt, dass Polykarbonat ein fantastisches Material mit lebhaften Farben ist. Tatsächlich ist das Material so flexibel in der Bearbeitung, dass eine durchsichtige Folie über eine zweite matte Folie gelegt werden kann. Durch Beigabe von Granulaten verschiedener Farben kann die glänzende Oberfläche durch neue Motive und Nuancen bereichert werden, die für jedes Objekt einzigartig sind.

„Die mit Polykarbonat erzielbaren Effekte sind den raffinierten Oberflächen von mundgeblasenem Glas sehr ähnlich“, erläutert Eugenio Perazza, Gründer und Präsident von Magis. Vor drei Jahren erkannte Perazza, dass dieses neue Verfahren der Verarbeitung von durchsichtigem Kunststoff die Geburtsstunde für ein neues Produkt sein könnte: indem Glas durch Kunststoff ersetzt wird, könnten bereits bestehende Kollektionen aus Glas neue Impulse erhalten. Dabei dachte er ganz speziell an die berühmten Birds, die von Oiva Toikka für Iittala geschaffen wurden.

Die Kollektion Birds by Toikka, bestehend aus winzigen Glasskulpturen in Form von Vögeln, ist ein meisterhaftes Werk von Iittala, der bekannten finnischen Design-Marke im Bereich Glaskunst, und die berühmteste Kreation des finnischen Designers Oiva Toikka. Toikka war ungemein produktiv: in den letzten vierzig Jahren schuf er über vierhundert dieser kleinen Ziergegenstände. Die Vögel von Toikka zu sammeln, ist zu einem internationalen Trend geworden: die Sammler der Glasvögeln spüren die seltensten Stücke auf und melden ihre Entdeckungen mit der gleichen Begeisterung wie ihre Kollegen aus der Ornithologie. Die Objekte der Kollektion Birds by Toikka sind häufig auf tatsächlich in der Natur vorkommende Vogelarten zurückzuführen – andere entspringen der Fantasie des Künstlers. Jeder Vogel ist mundgeblasen, hat seinen eigenen Charakter und weist einzigartige, beinahe menschliche Eigenschaften auf.

 

Die Kollektion wurde 1972 erstmals vorgestellt, als Oiva Toikka – einer der berühmtesten finnischen Glaskünstler – die winzigen „Flycatcher“ kreiert hatte. Jede Serie dieser ersten Vögel wies eine eigene Farbe auf, abhängig von dem jeweiligen Glas, das gerade verfügbar war. Diese Tatsache ist bezeichnend für den Designer: er lässt sich gerne von dem inspirieren, was in der Glasfabrik von Iittala vorhanden ist. Oiva Toikka selbst erklärt: „Die Arbeit eines Glasbläsers kann nicht von Zeichnungen oder genauen Vorlagen ausgehen. Ein Gegenstand gelingt so gut wie der Dialog, der mit dem Glasbläser während des Blasprozesses geführt wird. Ich habe nie gerne nach technischen Zeichnungen gearbeitet.“

Auch bei seiner Arbeit als Designer außerhalb der Glasfabrik geht Toikka ähnlich vor: „Unsere Kooperation mit Oiva basiert auf einem langjährigen, ständigen Dialog”, erklärt Perazza, der mit dem finnischen Designer bereits seit Beginn des 21. Jahrhunderts zusammenarbeitet. Mit Paradise Tree (2009) und Dodo (2009), ein Schaukelstuhl in der Form eines Vogels, haben sie ihr erstes gemeinsames Projekt für das Kinderzimmer realisiert.

 

Schließlich fragte sich Perazza: „Warum nicht einige der Meisterwerke aus Glas neu interpretieren und eine kleine Kollektion von Vögeln kreieren, die sowohl leichte und nützliche also auch ein wenig bizarre Gegenstände sind?“ Oiva und Iittala begeisterten sich für die Idee, die ikonischen Glasskulpturen neu aufzulegen und zu beleuchten. Gemeinsam wurden die repräsentativsten fünf Vögel ausgewählt. Damit sind Sulo, Pallas, Siiri, Kirassi und Palturi die ersten Komponenten der neuen Kooperation Magis & Iittala & Oiva Toikka.

 

Unter dem Namen Linnut (dem finnischen Wort für Vögel) beleuchten diese fünf Vögel zukünftig nicht nur Wohnungen. Dank des kabellosen Beleuchtungssystems bleiben sie beweglich und tauchen auch ein sommerliches Abendessen auf der Terrasse in stimmungsvolles Licht. Ob als beruhigendes Nachtlicht im Kinderzimmer oder in der Diele neben der Eingangstür platziert: Linnut verleiht seiner Umgebung eine wohnliche Atmosphäre.

 

 

 

 

Eine treffende Beschreibung für die nordische Lebensart ist Behaglichkeit, häusliche Wärme, die Kunst, den Rhythmus zu verlangsamen und das Gefühl zu genießen, daheim zu sein. „Finnisches Design lebt auch von Materialien”, fügt Oiva hinzu und erinnert daran, dass Design stets beim Material beginnt. „Was du daraus machst, ist Teil deiner Fantasie.“ Es könnte auch ein neugieriger Pinguin sein, ein naseweises Küken, eine faule Ente oder schrullige Eule.

Mit Linnut ist ein wenig von der finnischen Natur in der berühmten italienischen Designfirma Magis angekommen.

 

 

Als etabliertes Familienunternehmen, das 1976 von Eugenio Perazza gegründet wurde, ist Magis Spezialist für Einrichtungsobjekte. Zum Erfolg der italienischen Marke hat vor allem die fachkundige Kombination aus Spitzentechnologie und Design in Serienfertigung beigetragen. Auch heute integriert das Label stets die neusten technologischen Raffinessen in die qualifizierte Entwicklung von Einrichtungsgegenständen und setzt dabei wichtige Impulse im Bereich Möbel-Kreation. Dank der Zusammenarbeit mit international führenden Designern wie Jasper Morrison, Stefano Giovannoni, Marc Newson, Philippe Starck, Konstantin Grcic, Ron Arad, Ronan und Erwan Bouroullec, Jerszy Seymour, Naoto Fukasawa, Thomas Heatherwick und Zaha Hadid entwickelt Magis Produkt-Trends, die von Designliebhabern weltweit geschätzt werden.

www.magisdesign.com