Nachhaltigkeit – eine Thema, das alle betrifft

„Ein Schiff, das auf dem stürmischen Ozean der Zukunft nicht untergeht“ Michael Reymonds

220 Kilogramm Verpackungsmüll! Das ist die Menge, die in Deutschland jährlich pro Kopf weggeschmissen wird. Rechnet man noch den restlichen Abfall dazu, sind es schon knapp 460 Kilogramm. Das stellt die Menschheit vor eine wachsende Herausforderung, denn: Der Müll wird immer mehr und gleichzeitig wird der Raum, auf dem wir leben, immer kleiner. Städte wachsen, es ziehen Menschen hinzu, so dass auch die Müllberge anwachsen – ein Teufelskreis. Nachhaltigkeit ist daher heute in aller Munde und sollte es in Zukunft noch viel stärker sein. Fast jeder ist sich darüber im Klaren, dass zukünftig ein bewussterer Umgang mit Ressourcen stattfinden muss. Zu Recht sind Plastiktüten mittlerweile bezahlpflichtig und Plastiktrinkhalme bald verboten. Bereits in den 70er Jahren wurde auf das Problem mit Weißblechdosen aufmerksam gemacht. Damals schien das Müllproblem noch für die meisten Menschen zu weit weg. Nicht für Michael Reynolds, der dadurch zum Nachdenken angeregt wurde. Der studierte Architekt entwarf und realisierte ein Haus nur aus Blechdosen. Seine Ideen entwickelten sich mit jeder Berichterstattung über Müllprobleme weiter. So entstand „Earthship“: Ein Haus gebaut aus Müll, welches über ein eigenes geschlossenes Energie- und Versorgungsnetz verfügt.

Earthship-Häuser werden aus recycelbaren und ökologischen Materialien gebaut. Alte Autoreifen oder Glasflaschen kommen dabei zum Einsatz. Den ausgedienten Reifen wird damit eine neue Bedeutung gegeben. Sie fungieren in Kombination mit Lehm als thermischer Speicher, so dass es im „Erdschiff“ im Winter trotz Minusgraden warm bleibt. Im Sommer wird dann die warme Luft einfach ausgeleitet.

Auch der hauseigene Wasserkreislauf ist ein durchdachtes und geschlossenes System. Die Toilette wird beispielsweise mit gefiltertem Regenwasser betrieben. Leicht verschmutztes Wasser vom Duschen wird zu den eigenen Pflanzen weitergeleitet, die so dann eine Nahrungsquelle für die Bewohner darstellen.

Diese Häuser können überall auf der Welt, mit ein paar kleinen Anpassungen, gebaut werden. Besonders in Krisengebieten geben sie Menschen ein Zuhause zurück. Denn die Materialien sind meist lokal verfügbar.

Besonders angepasst an die ästhetischen Standards sind diese Häuser nicht. Für Reynolds jedoch liegt die Schönheit in ihrer Funktionalität: Ein Haus, das aus bereits vorhanden Ressourcen geschaffen wurde und dann auch noch autark mit erneuerbaren Energien funktioniert.

Wir von Blume PR finden den Gedanken, Häuser aus bereits vorhandenem Material, das nicht mehr genutzt wird, zu erbauen, ebenso innovativ wie wichtig. Und wer weiß – vielleicht werden schon in ein paar Jahren viele Menschen in solch umweltschonenden Behausungen ein Heim finden können. Wir sind gespannt!

 

 

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